Lehrgangsbeginn am 2. September 2025

Keine Plätze mehr frei. Auskünfte / Info / Anmeldung


Termine Jägerprüfungen 2026

Für die Prüfungen sind folgende Termine geplant:


  • Freitag, 10.04.2026                  Schießprüfung                         Beginn: 13Uhr auf dem Schiesstand Ohrensen
  • Freitag, 10.04.2026                  Wiederholungsschießen          Beginn: direkt im Anschluss
  • Sonnabend, 11.04.2026          Schriftliche Prüfung                 Beginn: 13 Uhr im Sitzungssaal Landkreis Osterholz
  • Sonnabend, 18.04.2026         Mündlich-Praktische Prüfung   Beginn: 7 Uhr Vorbereitung/ 8 Uhr Prüfung in der Schützenhalle Schwanewede
  • Sonntag, 19.04.2026              Mündlich-Praktische Prüfung   Beginn: 7 Uhr Vorbereitung/ 8 Uhr Prüfung in der Schützenhalle Schwanewede
  • Mittwoch, 22.04.2026           Übergabe der Prüfungszeugnisse im „Hotel das Weiße Haus“ in Heilshorn

Für Fragen stehen der Kreisjägermeister, Heiko Ehing und die Jagdbehörde des Landkreises Osterholz gerne zur Verfügung.




26.02.2026


20260226080124.pdf (132.66KB)
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04.02.2026

Neues aus der Jägerschmiede

Drückjagd 1 (gemeint ist die vom Mittwoch, dem 26. Nov. 2025)

Die erste Treibjagd, oh, ist das spannend! Na gut, nur als Treiber, aber wenn man sowas noch nie gemacht hat, ist das schon eine aufregende Sache. Habe ich
auch die passenden Dinge und Klamotten dabei? Vorab gesagt: nein, ich war viel zu warm angezogen. Ich zog eine Schweißspur hinter mir her (und meine mit
Schweiß ausnahmsweise wirklich mal Transpirat).
Aber mal von Anfang an. Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, war noch der leichteste Teil, denn wir hatten eine genaue Beschreibung bekommen.
Werde ich vor Ort ohne Allradantrieb parken können, ohne im Morast zu versinken?
Werde ich über Stock und Stein marschieren müssen und schon auf dem Weg zum Sammelpunkt verloren gehen?
Nein, alles gut, es warteten sogar schon Einweiser auf der Straße, um sicherzustellen, dass ein jeder seinen Platz findet. Schon auf dem Sammelpunkt
wurde klar, dass das keine ganz kleine Veranstaltung werden würde. Gerüchten zufolge fünfzig Jäger und dreißig Treiber, alle in neon-oranger Kleidung, die
nimmt man durchaus wahr. Darunter übrigens viele bekannte Gesichter aus unserem Jägerkurs.


Als Erstes gab es eine Ansprache, in der der Jagdherr alle begrüßte und noch einmal die Regeln verkündete, auf welches Wild gejagt werden durfte, die
Sicherheitsregeln nochmals durchging und wer wie wohin transportiert werden würde. Dann stießen die zehn Hornbläser in ihre Instrumente, was in der Masse
recht eindrucksvoll klang. Den einzelnen Gruppen wurden Geländekarten, ortskundige Führer und Hundeführer zugeteilt und diese sodann zu ihren
jeweiligen Einsatzpunkten gefahren.
Dort angekommen gingen wir noch einmal das Vorgehen durch, wer wo in der Treiberkette stand, wie weit voneinander entfernt, in Sichtkontakt miteinander
und so weiter. In gemächlichem Tempo ging es dann durch ein einigermaßen anspruchsvolles Gelände, das im Wesentlichen aus Dickungen, umgestürzten Bäumen und Wassergräben zu bestehen schien, jedenfalls kam es mir so vor. Mir unerfahrenem Kauz, der sich ob der Temperaturen knapp oberhalb des
Gefrierpunktes viel zu dick angezogen hatte, wurde auch sehr schnell sehr warm.
Dass ich mich bei einer späteren Drückjagd sehr viel dünner anziehen würde, läuft unter Erfahrung – und dazu ist so ein Event ja schließlich da. Auch, wie eine
große Wiese aussieht, wenn sie vom Schwarzwild komplett auf links gedreht wurde, bekommt ein Stadtmensch nicht oft zu sehen.
So richtig hinein in die Natur, abseits irgendwelcher Feldwege, komme ich sonst eigentlich nie, das war also schon ein Erlebnis. Selber gesehen habe ich nur ein
flüchtendes Stück Schwarzwild, aber da von überall her Schüsse zu hören waren, war es für die Jäger wohl ein erfolgreicher Tag. Ich hatte einen GPS-Tracker
dabei, damit ich weiß, wie laut ich jammern muss, wenn mir die Gräten weh tun.
Nach 6,5 km taten sie das durchaus, ich bin ja schließlich auch keine 60 mehr. Trotzdem bis zum Ende durchgehalten, und es ging zurück zum Sammelpunkt, von wo die Jäger zum Aufbrechplatz fuhren oder sich auf Nachsuche begaben.
Ich hingegen schleppte meinen laut jammernden Treiberleib zur nächsten Badewanne, um die schmerzenden Glieder zu entspannen. Danach raffte ich mich
wieder auf, um dem Rest der Veranstaltung doch noch beizuwohnen. Das Aufbrechen habe ich dadurch leider größtenteils verpasst, aber Erbsensuppe, die Ehrung der erfolgreichen Schützen, Schlussansprache und Hornbläser habe ich glücklicherweise noch mitbekommen. Außerdem gab es für einen Neuling noch viel an den Aufbrechböcken zu sehen.
Außer einem Muskelkater habe ich noch viele Eindrücke und vor allem Erfahrungen mitgenommen, die ich auf einer weiteren Treibjagd bestimmt sinnvoll würde
einsetzen können – was schon ein paar Tage später der Fall war.
Aber das ist eine andere Geschichte. ;)

Drückjagd 2 (gemeint ist die vom Freitag, dem 05. Dez. 2025)

Warum habe ich mich eigentlich gleich nach meinem kapitalen Muskelkater von meinem ersten Einsatz als Treiber prompt zu einer weiteren Drückjagd gemeldet?
Vermutlich, weil mich die Neugier und der Hunger nach Erfahrung dazu verlockten. Wie oft hat man zu sowas schon die Gelegenheit?
Mit meinem kleinen Schatz an frisch gewonnenen Erkenntnissen im Gepäck machte ich mich also erneut auf den Weg. Dieses Ereignis war als ein nicht gar so
großes Treiben angekündigt, und so war es auch, insgesamt so an die dreißig Personen. Bei Temperaturen mal etwas über und mal etwas unter dem Gefrierpunkt trafen sich Jäger und Treiber um ein Lagerfeuer, es fühlte sich deutlich kälter als bei meiner ersten Teilnahme an. Trotzdem gab es Ansprache, Jagdhornbläser und das Jaulen der Jagdhunde, die es kaum abwarten konnten.
Übrigens auch hier wieder einige bekannte Gesichter aus dem Jagd Kurs. Den Ablauf kannten wir Neulinge ja nun schon von unserem ersten Einsatz als
Treiber. 

Wir wurden aufgeteilt und zum Einsatzort gefahren, von wo aus wir uns in bekannter Weise unter der Anleitung erfahrener Führer als Treiberkette durch
das Revier bewegten. Das Gelände war in meiner Wahrnehmung deutlich leichter als das bei der letzten Jagd, denn es galt, weniger umgestürzte Bäume zu
überklettern, und es gab viele Rückegassen, in denen man dem Gelände folgen konnte. Stellenweise komplett moosbedeckter Boden zwischen lichtem Baumbestand, sehr idyllisch. Genug Dickungen gab es aber trotzdem zu durchqueren. Das Wetter spielte übrigens auch mit, kalt, aber regenfrei. Vor allem aber hatte ich mich aufgrund meiner Erfahrungen passender angezogen, um mit der durch die Bewegung erzeugten Wärme in den dicken Winterklamotten besser klar zu kommen. Und nur etwa 4,5 km standen nachher auf meiner Uhr. Ich wünschte mir sehr, dass ich die unverwüstliche Ausdauer der uns begleitenden Jagdhunde hätte. Gesehen habe ich nur zwei Stück Rehwild, davon womöglich eines schwarz – war aber Gegenlicht, daher bin ich mir nicht ganz sicher.

Nach dem Ende des Treibens ging es zurück zum Sammelpunkt, wo auch das Lagerfeuer schon auf uns wartete. Und eine sehr leckere Bohnensuppe. An den
Aufbrechböcken war schon gut Betrieb, und ich lehnte schüchtern das freundliche Angebot ab, selber ein Stück aufzubrechen, natürlich unter Anleitung des
dazugehörigen Jägers. Eine junge Dame aus unserem Kurs war mutiger als ich und traute sich, selbst Hand anzulegen. Immerhin war ich dicht dabei und habe mit Argusaugen zugesehen, um auch ja nichts zu verpassen. So oft kommt man dem Vorgang ja nicht nahe, um zu lernen. Jedenfalls kenne ich nun Rehwild und
Schwarzwild aus eigener Ansicht auch von innen, und das ist ja der Sinn der Teilnahme der Jagdschüler.
Die Jagdhornbläser ließen erneut ihre Instrumente erklingen, und heller Hörnerklang schmetterte über die rauhreifbedeckten Wälder... (hier habe ich mich
doch etwas zu sehr zu prosaischer Ausdrucksweise hinreißen lassen, aber es klang doch sehr schön). Danach gab es wieder eine zünftige Ehrung der erfolgreichen Jäger und eine Schlußansprache.

Mein Fazit: weniger Muskelkater und mehr Erfahrung. Man lernt eben jedes Mal dazu. Und ein spannendes Erlebnis war es auch noch. Ein guter Grund, um als
Treiber dabei gewesen zu sein!

Klaus Kessler, 08.01.2026



03.11.2025

Thema Kanzelbau

 



 
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